Das Technische
Hilfswerk - THW
Die Struktur des THW ist
weltweit einmalig: Organisatorisch gehört das THW als Bundesanstalt zum
Geschäftsbereich des Bundesministers des Innern. Jedoch sind nur ein Prozent
der Mitarbeiter hauptamtlich für die Behörde tätig.
zurück
gegriffen werden. Damit sind sie für ihre vielfältigen Einsatzoptionen gerüstet.
Das THW setzt auf eine
Kombination von universellen Basiskomponenten und spezialisierten Fachgruppen,
um den vielfältigen Anforderungen gewachsen zu sein. Die Fachgruppen sind
modular aufgebaut und verfügen über vielfältige
Kompetenzen wie
Das Technische Hilfswerk passt bereits seit sechs Jahrzehnten seine Strukturen flexibel den sich ändernden Gefahrenlagen an. Modernes Einsatzgerät und gut ausgebildete Spezialisten sind Grundlage der hohen Effizienz - in Deutschland und in der ganzen Welt. Im Jahr 2008, leistetet das THW allein 390.000 Einsatzstunden.
Dies ist Hilfe, die ankommt bei
Mit jährlich mehreren
tausend kleinen und großen Einsätzen bildet das THW eine feste Säule des
Bevölkerungsschutzes in Deutschland.
Auch im Ausland ist das THW
aktiv, um zeitnah und zuverlässig Hilfe zu leisten. Das Leistungsspektrum
reicht von der akuten Soforthilfe, zum Beispiel nach einem schweren Erdbeben,
bis zum mittelfristigen Engagement beim Wideraufbau. Das THW ist der humanitäre
Botschafter der Bundesregierung in der Welt.
Vom Leitbild des THW
Staat und Bürger verstehen sich im THW als Partner
für eine gemeinsame Sache – die Bevölkerung vor allen möglichen Gefahren
bestmöglich zu schützen. - Durch die
Einbeziehung des Ehrenamtes mit seiner Verwurzelung in allen Schichten und
Berufen der Bevölkerung erfährt das THW ihre wesentliche Erweiterung und
Effizienz. Mit dem Ehrenamt im Bevölkerungsschutz werden bewusst Bürger in
staatliches Handeln einbezogen.
Die THW-Aufgabe
der Technisch-Humanitären Hilfe wird in der
Organisationsstruktur einer Bundesbehörde,
aber im Selbstverständnis einer von
ehrenamtlichen Angehörigen getragene Einsatzorganisation erbracht.
Unsere Leitsätze
Zehn Leitsätze bringen auf den Punkt, was das
Selbstverständnis und den Umgang der THW-Angehörigen miteinander und im
Geflecht der nationalen und internationalen Hilfsorganisationen prägen.
Zur Geschichte des THW und der Faszination Helfen
Das Technische Hilfswerk
blickt auf eine ereignisreiche Entwicklung und viele Jahre ehrenamtliches
Engagement zurück. Am 22. August 1950 vereinbarten der damalige
Bundesinnenminister Gustav Heinemann und Otto Lummitzsch,
mit der Aufstellung eines zivilen Ordnungsdienstes zu beginnen. Heute ist die
Bundesanstalt eine moderne Hilfsorganisation und weltweit tätig.
Es war die Zeit des
Wiederaufbaus Deutschlands, als sich Heinemann und Lummitzsch
am 22. August 1950 in Bonn zu Gesprächen über den Aufbau Zivilschutzeinrichtung
in der Bundesrepublik trafen. In der neugegründeten Republik waren zum
damaligen Zeitpunkt kaum Strukturen des Bevölkerungsschutzes vorhanden. Daher
bedeutet der mündliche Auftrag, die der
Bundesinnenminister an jenem Abend gab, eine entscheidende Neuerung im
deutschen Zivil- und Katastrophenschutz. Einen Monat später hielt Lummitzsch den schriftlichen Auftrag Heinemanns in Händen,
mit „den Arbeiten für die Aufstellung eines zivilen Ordnungsdienstes“ zu
beginnen. Der Gründungstag des THW wird seither traditionell am 22.August
gefeiert. Lummitzsch wurde der erste Direktor des
neuen Technischen Hilfswerks. Seit 1953 ist das THW durch den Errichtungserlass
des Bundesinnenministeriums eine Bundesanstalt.
In der Epoche des Kalten
Krieges und der Teilung Deutschlands wurde das THW auch zur Aufrechterhaltung
der „Öffentlichen Sicherheit“ gegründet. Seitdem hat sich das THW jedoch in
vielerlei Hinsicht weiterentwickelt. Von Anfang an gleich geblieben ist der
Leitgedanke der Bundesanstalt, der hinter den Einsätzen der freiwilligen
Helferinnen und Helfer steht. Sich ehrenamtlich für den Schutz der Bevölkerung
und notleidende Menschen zu engagieren, ist eine humanitäre Idee, die das THW
nicht nur im Inland, sondern auch weit über die Grenzen der Republik und
Europas hinaus bekannt macht.
THW - die
„Blauen Engel“
Seit rund 60 Jahren ist das THW täglich in Deutschland im Einsatz, um
technische Hilfe zu leisten - angefangen bei Unglücken wie der Sturmflut in
Hamburg und dem Grubenunglück von Lengede, die in den sechziger Jahren die
Nation bewegten, über die Hochwassern an Elbe und Oder zur Jahrtausendwende bis
hin zum Einsturz des Kölner Stadtarchivs. Die Reparaturarbeiten nach der
Sturmflut 1953 in den Niederlanden markieren den Beginn der Einsätze des THW im
Ausland. Es folgten humanitäre Hilfsleistungen nach Dürreperioden,
Bürgerkriegen und Erdbeben in Afrika, Europa und Südamerika sowie in
Südostasien nach der Tsunami-Katastrophe. „Blaue
Engel“ wurden die Helferinnen und Helfer des THW im Jahr 1999 von der
französischen Bevölkerung getauft, als das THW nach Orkan „Lothar“ bei der
Beseitigung der Schäden in Frankreich half. Nach Hurrikan Katrina
(2005) leistete das THW zum ersten Mal in seiner Geschichte in den Vereinigten
Staaten technische Hilfe. Das Erdbeben in Haiti ist ein weiteres Kapitel der
humanitären Hilfe im Ausland: das THW versorgte die Bevölkerung mit Trinkwasser
und unterstützte die Deutsche Botschaft bei der Koordinierung der deutschen
Hilfsmaßnahmen.
Durch seine Hilfeleistungen im In- wie im Ausland erbringt das THW einen
Beitrag dazu, Not und Unglück zu mindern. Es verwirklicht durch seine Einsätze
nach Unglücken und in seinen langfristig angelegten Wiederaufbauprojekten im
Namen der Bundesrepublik weltweit humanitäre Hilfe. Dies hat nicht selten, wie
nach dem Einsatz des THW in Skopje, Jugoslawien 1963, zur Vertiefung der
politischen Beziehungen zwischen den Ländern geführt. Heute ist das THW als
international tätige Einsatzorganisation an der weltweiten Verzahnung aller
Hilfsorganisationen beteiligt. Als kompetenter Partner kommt dem THW dabei
sowohl bei den Vereinten Nationen als auch in der Europäischen Union eine
tragende Rolle zu.
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