Das Einsatzstichwort „Schiff sinkt“ klang zunächst deutlich bedrohlicher, als sich die Lage vor Ort schließlich darstellte. Nach gründlicher Erkundung durch Einsatztaucher der DLRG stellte sich heraus, dass der mit Getreide beladene Frachter im Bereich des Pollhäger Hafens auf Stein und Eis aufgelaufen war. Ein Leck wurde jedoch nicht festgestellt.
Die alarmierten Einsatzkräfte arbeiteten unter winterlichen Bedingungen mit deutlichen Minusgraden, die sowohl die Lageerkundung als auch die Arbeiten am und im Wasser erschwerten. Mehr als 100 Kräfte der Feuerwehren aus der Samtgemeinde Niedernwöhren, Stadthagen und Petershagen-Lahde sowie der DLRG waren zeitweise vor Ort, um die Situation zu beurteilen und abzusichern. Der Mittellandkanal wurde zeitweise für die Schifffahrt vollständig gesperrt.
Unser THW‑Fachberater unterstützte die Einsatzleitung der Feuerwehr mit technischer Expertise. Der Zugtrupp blieb vor Ort in Bereitschaft, um die Lageentwicklung zu beobachten und bei Bedarf unverzüglich weitere THW‑Ressourcen nachführen zu können. Eigene technische Maßnahmen waren im weiteren Verlauf nicht erforderlich.
Da sich die Lage stabil zeigte, verblieb der Frachter vorerst im Bereich des Pollhäger Hafens. Für das THW Stadthagen endete der Einsatz gegen 19:00 Uhr. Die Einsatzstelle wurde anschließend geordnet an die Wasserschutzpolizei übergeben, die die weiteren Maßnahmen übernahm und koordinierte.
Wir danken allen beteiligten Hilfsorganisationen für die gute und professionelle Zusammenarbeit.
Presse:
Schaumburger Nachrichten