23.10.2019

Fachberater und Fachgruppe Räumen unterstützen Feuerwehr – Großbrand bei PreZero

Am 23.10.2019 gegen 19:40 Uhr löste beim Recyclingunternehmen PreZero (ehemals Tönsmeier) ein Brandmelder Alarm aus. Die anrückende Feuerwehren aus Stadthagen und Enzen stellten zunächst Rauchentwicklung im Dachbereich fest, dann zeigten sich erste Flammen und schließlich stand der gesamte Dachbereich mehrerer Hallen in Brand, in denen Pressballen (PPK und LVP) lagerten. Neben den Ortsfeuerwehren Stadthagens wurden die Wehren aus Nienstädt, Niedernwöhren und Lahde und die Umweltschutzeinheit des Landkreises Schaumburg nachalarmiert und Drehleitern aus Bückeburg und Bad Nenndorf angefordert.


Gegen 20 Uhr wurde auch der Fachberater des THW OV Stadthagen für eine Einschätzung der Situation angefordert. Da zusätzliche Zugänge zu die Gebäude geschaffen werden musste, wurde auch die Fachgruppe Räumen nachalarmiert. Die Hallen konnten nicht gerettet werden und brannten bis auf die Grundmauern nieder. Das Überspringen des Feuers auf weitere Gebäude (etwa die Kohlenkirche) konnte jedoch verhindert werden.


Schwierigkeiten bereitete jedoch die Wasserversorgung. Hydranten und ein Teich reichten nicht für den Wasserbedarf der vier Hubrettungsfahrzeuge vor Ort und so mussten von weiteren Einheiten schließlich noch Schlauchleitungen vom ehemaligen Badeteich am Tropicana gelegt werden.


Eine anfängliche Warnung an die Bevölkerung, wegen des Rauchs Türen und Fenster geschlossen zu halten, wurde gegen 22 Uhr zurückgenommen. In den darauffolgenden Tagen und Wochen wurde das Thema Asbest jedoch für die Feuerwehren und anderen Rettungsorganisationen noch zu einem heißen Thema. So kam es zur zeitweiligen Außerdienststellung mehrerer Einheiten und intensiven Reinigungsmaßnahmen von Fahrzeugen und Ausrüstung.


Die mehr als 300 Einsatzkräfte wurden durch das DRK versorgt. Für die Helfer des THW ging der Einsatz gegen vier Uhr zu Ende, die Feuerwehren waren auch noch am Folgetag mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.


Die Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen verlief erneut vorbildlich. Ein Dank an alle beteiligten Einsatzkräfte und an die Arbeitgeber für die Freistellung ihrer Mitarbeiter.


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